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26. Okt.

Friederike Hauffe – Die Seherin von Prevorst

Friederike Hauffe war als die Seherin von Prevorst bekannt

Friederike Hauffe war als die Seherin von Prevorst bekannt

Friederike Hauffe (1801-1829), besser bekannt als die Seherin von Prevorst, ist bis in die heutigen Tage ein medizinisches Rätsel. Durch die exakten Krankenberichte von Dr. Justinus Kerner, damaliger Oberamtsarzt der Region und leidenschaftlicher Dichter, ist ihre Geschichte noch heute nachvollziehbar. Sein damals veröffentlichtes Buch in Romanform, „Die Seherin von Prevorst – Eröffnungen über das innere Leben des Menschen und über das Hineinragen der Geisterwelt in die unsere“, wurde zum Bestseller.

Als Tochter eines Revierförsters wurde Friederike in Prevorst geboren, noch heute kann dort ihr Geburtshaus besichtigt werden. Ihre Kindheit und Jugend verlief relativ normal, im Alter von 19 Jahren verlobte sie sich mit dem Kaufmann Hauff aus Kürnbach. Kurz darauf kam es zum tiefen Einschnitt in ihrem Leben, als der von ihr sehr geschätzte Stiftsprediger Tischler verstarb, und ihr an dessen offenem Grab stehend, Sonderbares widerfuhr. Sie beschrieb es als inneres Licht und ein Gefühl der Leichtigkeit gepaart mit unerträglichem Schmerz. Dieser Zustand verschlimmerte sich immer weiter, so dass sie fortan bettlägrig war, jedoch auch einen geheimnisvollen Ruf in der Umgebung bekam. Sie war bekannt dafür, Ereignisse vorhersehen zu können, Erscheinungen zu haben und Verborgene Dinge anzeigen zu können, auch ohne jegliche Ortskenntnis. Diese Erscheinungen waren jedoch von starken Schmerzen begleitet.

In den letzten Lebensjahren wurde sie von Dr. Kerner in dessen Haus gepflegt, und ihr Krankenzimmer wurde zum Pilgerort für Menschen, die sich Hilfe von ihrer Gabe versprachen oder von den geheimnisvollen Kräften etwas abbekommen wollten. Darunter waren auch berühmte Zeitgenossen wie Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling und Gotthilf Heinrich von Schubert.
Dr. Kerner versuchte, sie mithilfe von Magnettherapie und Homöopathie zu heilen, doch er scheitert und sie starb in seinem Haus im Wahn. In Löwenstein wurde sie beerdigt, ihr Grab ist noch heute erkennbar am goldenen Kreuz, das eine wohlhabende Gönnerin, der sie geholfen hatte, spendete.

© stefan_weis – Fotolia.com

Von Die Online Redaktion | Publiziert in Hellsehen | Kommentieren

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