Schlagwort: Orakel

wpid-33a5f07744e59ec73dea2496de573b84.jpeg
25. Okt.

I-Ging – So befragt man das berühmte Orakel

I-Ging blick auf eine viele tausend Jahre alte Tradition zurück

I-Ging blick auf eine viele tausend Jahre alte Tradition zurück

Wer seine Zukunft befragen möchte, der kommt um das I-Ging nicht herum. Das I-Ging ist das Buch der Veränderung. In diesem Buch erfährt man, wie man das Leben jedes Menschen oder gar eines Volks vorhersagen kann.

Jahrtausende alte Orakel-Texte

Diejenigen, die das I-Ging befragen, befragen gleichzeitig die Kenntnisse des Orakel-Textes. Dieser ist vor rund 4.000 Jahren erschaffen worden und kann heute noch angewandt werden. Die Aktualität des Orakel-Textes haben die Menschen dem chinesischen Kaiser Fu-hsi zu verdanken. Dieser lebte und regierte ca. 2.800 v. Chr. Zu den Weiterentwicklungen trug der Philosoph und Politiker Konfuzius, ca. 500 v. Chr., bei.

I-Ging-Deutung nicht unkompliziert

Noch im Altertum zählten zu dem Orakel nur die Konstanten „Ja“ und „Nein“. Für das „Ja“ stand eine lange Linie, für das „Nein“ eine Linie mit Unterbrechungen. Mittlerweile kennt man insgesamt 64 Zeichen. Diese resultieren aus der Kombination von 8 verschiedenen Zeichen.
Die 64 Zeichen nennt man Hexagramme, die den Kern der I-Gings bilden. Diese werden kommentiert und interpretiert.
Für eine I-Ging Befragung benötigt man 3×1-Cent Münzen und ein I-Ging Buchkommentar sowie eine Hexagramm-Tabelle.
Bevor man anfängt das Orakel zu befragen, sollte man sich eine genaue Frage überlegen und sie ausformulieren. So kann man fragen, wie sich die Karriere in der kommenden Zeit entwickeln wird. Wichtig ist hierbei, dass man keine Fragen stellt, die mit einem „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. Die Antwort wird nämlich interpretiert.
Wer das I-Ging befragt, der wirft sechsmal die drei Münzen. Kommt die Münze auf dem „Kopf“ an, wird sie als eine Zwei gezählt. Beim Aufkommen der „Zahl“ zählt man eine Eins. Im Anschluss an die Kombinationszählung wird der Kommentar interpretiert. Anfänger sollten sich erstmals anleiten lassen, da die Deutung mit dem I-Ging nicht einfach ist.

© yvart – Fotolia.com

Schlagworte: , , , ,

wpid-b451b9b6b929667aa8ed03b918c6efc5.jpeg
23. Okt.

Wasserlesen – Alte Hellsehkunst noch immer aktuell

Beim Wasserlesen können besonders Wellenbewegungen sehr aussagekräftig sein.

Beim Wasserlesen können besonders Wellenbewegungen sehr aussagekräftig sein.

Eine weitgehend unbekannte Methode der Wahrsagekunst ist das Wasserlesen, die sogenannte Hydromantie. Die Wahrsager nutzen in diesem Falle die magischen Kräfte des Wassers, diesem Element, das so wichtig für unseren Körper und unser Wohlbefinden ist, aber noch viel mehr kann, als nur unseren Durst zu löschen. Bereits das Orakel von Delphi wendete die Hydromantie erfolgreich an. Wie in jeder anderen Form des Orakels fordert auch die Kunst, aus dem Wasser zu lesen, ein besonderes Einfühlungsvermögen und ein Gespür für die Launen des flüssigen Elements.

Wie kein anderes Medium der Wahrsagung ist das Wasser besonders effektiv, da es die Kräfte des Lebendigen in einer einzigartigen Weise sichtbar macht. Doch dies erfordert auch den Mut, sich auf die Untiefen des Wassers einzulassen und dessen Geheimnisse zu erforschen. Kunden eines Wasserlesers sind oft Menschen, die sich nicht vor einem klaren Blick auf die Dinge fürchten.
Die Art des Wassers oder dessen Ort, wie beispielsweise Becken, Flasche, See oder Fluss, spielen dabei keine Rolle. Die Zukunft wird aus den Bewegungen des Wassers gelesen. Dazu wirft man Hölzer oder Steine hinein und kann danach aus den entstehenden Verwirblungen seine Schlüsse ziehen.

Wellenbewegungen durch äußere Einflüsse sind auch sehr aussagekräftig. Auf der Wasseroberfläche wird ein Punkt mit dem Blick fokussiert, der so entspannt wie möglich sein sollte. Der Blick geht durchs Wasser bis zu dessen Grund. Auf der Oberfläche tauchen dann Bilder auf, die Einblicke in die vielfältigen Pfade des Schicksals bieten. Auch können die Umweltgeräusche in die Lesung mit einbezogen werden, um ein tieferes Bild zu ermöglichen. Es gilt, das Unbewusste bewusst zu machen, wie bei so vielen Arten der Wahrsagerei.

Auch das Erreichen eines Trancezustands ist positiv, dieser kann soweit gehen, dass man sogar Stimmen wahrnimmt, die zu einem sprechen. Genauere Deutungen sind aber nur in einem gewissen Zeitrahmen möglich. Liegt das Ereignis weiter in der Zukunft, kann uns unser Gehirn lediglich unklare Informationen liefern. Es empfiehlt sich daher, den Wasserleser seines Vertrauens in regelmäßigen Intervallen um Rat zu bitten.

© Amir Kaljikovic – Fotolia.com

Schlagworte: , , , ,

wpid-e61234c39dad8d120cfe48e91fcf8504.jpeg
02. Okt.

Orakel – Was ist das?

Das Orakel von Delphi - das wohl bekannteste Orakel der Welt. Heute sind nur noch Überreste des einst magischen Ortes sichtbar

Das Orakel von Delphi - das wohl bekannteste Orakel der Welt. Heute sind nur noch Überreste des einst magischen Ortes sichtbar

Menschen versuchen seit jeher, für wichtige Entscheidungen und Zukunftsfragen Orakel oder Hellseher aufzusuchen. Orakel kommt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie „Sprechstätte“ oder „Götterspruch“. Im Unterschied zur Hellseherei, bei der ja stets auf die Fähigkeiten einer realen Person vertraut wird, adressiert das Orakel seine Fragen immer an eine höhere Instanz.

Das Orakel von Delphi ist sicherlich eines der bekanntesten Beispiele für Orakel des antiken Griechenlands. Auch in China und Tibet hat es aber zahlreiche Orakel gegeben, zumeist wurden dabei Tierknochen, die zuvor im Feuer erhitzt wurden, verwendet. Auch in Form von Karten können Orakel benutzt werden, dazu zählen dann vor allem die Tarotkarten. Und aus jüngster Zeit kennt man Paul die Krake, die während der Fußball-Weltmeisterschaft von 2010 ausnahmslos alle Spiele der deutschen Nationalelf richtig vorhersagen konnte. Ein großes Augenzwinkern ist bei diesem letzten Beispiel natürlich erlaubt.

Überhaupt hat sich die Bedeutung von Orakeln in der heutigen Zeit natürlich enorm verschoben. In der vorchristlichen Zeit hatten sie eine große gesellschaftliche Relevanz und waren die prominenteste Form der Vorausschau. In der Folge traten aber viele andere Möglichkeiten an ihre Stelle: Utopien und Prophezeiungen beispielsweise. Ganz verschwunden sind sie aber nicht – neben Tarotkarten hat vor allem das im alten China entstandene I Ging überlebt, ein Buch, in dem es vornehmlich um Kosmologie und Philosophie geht und das seit jeher als Orakel fungierte und auch in unserer Zeit als solches befragt wird.
Das transzendente Moment der göttlichen Offenbarung fällt im Fall des Kartenlegens oder Hellsehens aber weg, auch wenn beide Praktiken oft als Orakel bezeichnet werden.

© waj – Fotolia.com

Schlagworte: , , ,